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Heute

Kamenzer Lessing-Akzente 2024

Auf einen Blick

Auf den Tag genau zum 295. Geburtstag von Gotthold Ephraim Lessing beginnen die Kamenzer Lessing-Akzente. Die Akzente sind gewissermaßen die kleine Schwester der Lessing-Tage, vorbereitet durch das Kamenzer Literaturmuseum gemeinsam mit seinen Partnern. Ein vielfältiges Programm mit insgesamt elf Veranstaltungen wurde für die Besucher vorbereitet und geht am kommenden Montag an den Start. Los geht es also am 22. Januar mit Lessings traditioneller Geburtstagsfeier, verbunden mit einem Vortrag, der sich einer ungewöhnlichen „Nathan“-Inszenierung am New Yorker Broadway in den 1940er Jahren widmet. Zu erleben ist weiterhin eine Performance unter dem Titel „Nathan in the box“ der Berliner Künstlerin Bridge Markland, die den lessingschen Text mit Schauspiel, Puppenspiel, Playback und popmusikalischen Zitaten wirkungsvoll verbindet. Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma wird seine vielbeachtete Biografie von Lessings Zeitgenossen Christoph Martin Wieland in Kamenz vorstellen. Die Schriftstellerin Angela Steidele präsentiert ihren Roman „Aufklärung“.

Hier ein Blick auf die gesamte Programmfolge, die in den nächsten Wochen Brücken vom 18. Jahrhundert ins Heute schlägt, zu Gesprächen anregt, vielleicht nachdenklich stimmt und im besten Sinne inspiriert.

22.01.2024, 19.00 Uhr, Lessing-Museum/Röhrmeisterhaus
Vortrag
Dr. Hannes Kerber (München): „Nathan am Broadway. Erwin Piscators Inszenierung von Nathan der Weise im New York der 1940er Jahre“.
Die Aufführung der Nathan-Inszenierung nach einer Übersetzung und Bearbeitung durch Ferdinand Bruckner war ein Dank an das Exilland USA und ein Zeichen, dass es ein anderes Deutschland gibt, ein Deutschland gegen die Nazidiktatur, zugleich aber auch eine Warnung vor profaschistischen Entwicklungen in den USA.

08.02.2024, 19.00 Uhr, Galerie im Sakralmuseum
Vernissage
Holy Altar – DADA Altar
Mit einer ungewöhnlichen Ausstellungseröffnung finden die diesjährigen Lessing-Akzente am Donnerstag, dem 8. Februar, ihre Fortsetzung. Beginn ist 19.00 Uhr in der Galerie im Sakralmuseum St. Annen. Der Eintritt ist frei.
Das DADA Zentrum Kamenz lädt zur Vernissage der Exposition „Holy Altar – DADA Altar“ ein. Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Sakralmuseum St. Annen und dem DADA-Zentrum in Kamenz. Gezeigt wird eine eigens für diese Ausstellung von MailArt-Künstlern aus der ganzen Welt gestaltete Serie von DADA-Klappaltären. Das Grundschema des Klappaltars – ein Mittelteil flankiert von zwei Seitenflügeln – wird dabei auf eine verspielte, fantasievolle und kreative Weise in Collagetechnik neu interpretiert, eröffnet jedoch gleichzeitig auch neue inhaltliche Perspektiven. Die Vernissage wird begleitet von einer musikalischen Liveperformance der Komponistin Agnes Ponizil aus Dresden. Der Kurator Johannes Schwabe führt in die Ausstellung ein, Dr. Sylke Kaufmann moderiert den Abend.
Die Ausstellung ist im Anschluss bis zum 5. Mai zu sehen.

09.02.2024, 14.00 Uhr, Malzhauskeller
Preisverleihung zum Schüler-Schreibwettbewerb 2023/24
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs haben sich wieder schreibend mit ihrer Welt auseinandergesetzt. Sich etwas von der Seele zu schreiben, ist nicht die schlechteste Art und Weise mit heutigen Katastrophen und Problemen aber auch Freuden umzugehen. Entstanden sind fantasievolle, zornige, wunderbare, komische, ironische, bewegende, aufrüttelnde, traurige und verrückte Texte. Vorgestellt werden sie von den Bautzener Schauspielern Larissa Ruppert und Alexander Höchst.

13.02.2024, 18.00 Uhr, Lessing-Museum
Zu erleben ist eine rätselhafte Taschenlampenführung für Kinder durch die Dauerausstellung des Literaturmuseums mit dem Museumspädagogen Johannes Pilz.

15.02.2024, 19.00 Uhr, Stadttheater Kamenz Buchpräsentation
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma (Hamburg): Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur
Prof. Dr. Reemtsma stellt seine vielbeachtete Biografie von Lessings Zeitgenossen Wieland in Kamenz vor. Sie erhielt u. a. den Bayerischen Buchpreis 2023.

17.02.2024, 19.00 Uhr, Stadttheater Kamenz
Bridge Markland (Berlin): Nathan in the box
Zu erleben ist ein virtuoses Spiel mit dem klassischen Lessing-Text, Puppenspiel, Playback, Pantomime und popmusikalischen Zitaten. Eine rasante Performance von und mit Brigde Markland. Zu erleben ist eine äußerst sehenswerte Aufführung, die dem Geist der lessingschen Dichtung treu bleibt.

21.02.2024, 19.00 Uhr, Malzhaus
Aus- und vorgestellt
Kaiser Karl VI. – eine lebensgroße Porträtgrafik
Das Kunstwerk von Georg Philipp Rugendas (1666-1742) wurde aufwändig restauriert und hat sein kurzem seinen festen Platz in der Ausstellung der Stadtgeschichte im Malzhaus. Ragnit Michalicka und Dr. Sylke Kaufmann stellen es vor.

26.02.2024, 19.00 Uhr, Lessing-Museum/Röhrmeisterhaus Lesung
Dr. Renatus Deckert (Lübeck): Lessings Katze
Der Träger des Förderpreises zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2011 liest "Lessings Katze", weitere Erzählungen sowie aus seinem noch unveröffentlichten Roman "Das Japanische Palais".

28.02.2024, 19.00 Uhr, Lessing-Museum/Röhrmeisterhaus
Vortrag
Prof. Dr. Wolfgang Bunzel (Frankfurt/Main): „Die Loreley – Stationen einer Kunstfigur“
Clemens Brentanos Gedicht „Zu Bacharach am Rheine“ wurde zum Ausgangspunkt einer langen Reihe von Texten, die nach und nach einen regelrechten Loreley-Mythos entstehen ließen. Der Vortrag zeigt, welches die wichtigsten Stationen dieses Prozesses waren und welche Wandlungen die Loreley-Gestalt erfahren hat.

04.03.2023, 19.00 Uhr, Ratssaal
Lesung und Gespräch
Dr. Angela Steidele: Aufklärung
Das Buch taucht ein in die Atmosphäre Leipzigs im 18. Jahrhundert. Entstanden ist ein gewitztes Porträt der Aufklärung aus Frauensicht, erzählt aus der Perspektive von Bachs Tochter Dorothea.

Den Schlusspunkt der Reihe bildet – fast schon im Frühling – am
20.03.2024, 19.00 Uhr, im Röhrmeisterhaus des Lessing-Museums ein Vortrag von Prof. Dr. Ina Ulrike Paul (Berlin) unter dem Titel Die aufgeklärten Enzyklopädien Europas und der
deutsche Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing. Die Referentin stellt die Enzyklopädien als ‚Leitmedien‘ des 18. Jahrhunderts vor, die die Ideen der Aufklärung verfochten.

Weitere Termine

Kontakt

Lessing-Museum
Lessingplatz 1-3
01917 Kamenz
Deutschland

Kontakt:
Tel.: 03578 - 379111
E-Mail:
Webseite: www.lessingmuseum.de

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