Nach der Ankunft mit der Bahn führt die Wanderung zunächst durch den Stadtpark und über den Schwarzen Graben in Richtung Großer Teich. Über die B182, den Röhrweg und die Thomas-Müntzer-Straße wird das Gewässer erreicht. Dieser wurde durch kursächsisches Dekret 1483/84 als Fischteich künstlich angelegt und hat heute eine ca. 175 Hektar große Wasserfläche bei einer Tiefe von 1,5 bis 2 m. Jedes Jahr Anfang November zieht das Abfischen am Großen Teich viele Besucher aus Nah und Fern an. In dem ausgedehnten Schilfgürtel der Uferzone finden mehr als 100 Vogelarten ihr Brutrevier, weshalb der größte Teich Sachsens auch als europäisches Vogelschutzgebiet internationale Bedeutung genießt. Beispielsweise sind der Teichrohrsänger, der Kuckuck, der Höckerschwan und die Bleßralle hier zu Hause. Sogar Wasserralle, Eisvogel und Graureiher fühlen sich wohl. Sich links wendend stoßen Sie nach kurzer Zeit auf den Ellergraben, der Sie bis bis nach Pflückuff begleitet. Kurz vor der Ortschaft befindet sich der Biberhof, eine Station welche im Jahr 1995 vom Naturschutzbund eingerichtet wurde und deren Mitarbeiter den aktiven Schutz des Bibers im Mittelpunkt ihrer Arbeit haben. In Pflückuff wandern Sie weiter nach rechts auf der Straße An der Bahn. Im Waldgebiet angekommen, leitet Sie der Wanderweg im rechten Winkel erst nach links und danach nach rechts. Folgen Sie der ehemaligen Bahnstrecke Torgau-Belgern, die hier als Wanderweg ausgebaut wurde, so dass Sie problemlos zum Westufer des Großen Teiches gelangen. Vorbei an Entenfang, Zinnaer Flut und Röhrgraben erreichen Sie den Tunierplatzweg, dem Sie bis zur Einmündung in die Thomas-Müntzer-Straße folgen. Zum Abschluss führt der Weg durch die historische Altstadt Torgaus. Sehenswert sind unter anderem das imposante Schloss Hartenfels und die Stadtkirche St. Marien, in der Katharina von Bora, Luthers Ehefrau, ihre letzte Ruhestätte fand. Von hier ist es nur noch ein kurzer Weg zum Bahnhof.